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KD vom 23. Januar 2012
Das erste Jugendparlament bewegt viel und hat Erfolg
Gute Arbeit soll nach Neuwahlen fortgesetzt werden
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“Wir werben für die Wahlparty”, sagten am Sonnabendvormittag im Sky-Markt die Vorstandsmitglieder des Jugendparlaments, deren erste Amtszeit nach zwei Jahren ausläuft. Die erste Legislaturperiode geht zu Ende und am Freitag, den 27. Januar wählen die Kinder und Jugendlichen des Ortes ihre neuen Vertreter, die im zweiten Jugendparlament weiterhin die Interessen der jungen Generation nach vorne bringen sollen. Dabei kann der scheidende Vorstand auf eine erfolgreiche Amtszeit zurückblicken, die mit Innovationen gespickt wurde. [Bild von links: Jerôme Retzlaff, Till Esken und Christopher Lemsky]

“Gleich nach der Wahl des Jugendparlaments vor zwei Jahren zeigte sich, dass der Vorstand eine ungeahnte Dynamik an den Tag legte”, erinnerten sich die beiden Jugendpfleger Meike Nielsen und Thomas Topp, die die ersten Jugendparlamentarier während ihrer Amtszeit begleiteten. Beide wussten zu berichten, dass sich die neuen Vertreter nach den ersten Vorstandssitzungen von der Welt der Erwachsenen abnabelten, indem sie bei der Gemeindevertretung eine Satzungsänderung durchsetzten.

Die Protokolle ihrer Sitzungen sollten nicht wie anfangs vorgesehen von den Jugendpflegern gefertigt werden, sondern diese Aufgabe übernahmen die Jugendvertreter in eigener Zuständigkeit. Dadurch stellten die jungen Parlamentarier sicher, dass die zwingende Anwesenheit der Jugendpfleger auf den einzelnen Sitzungen abgeschafft und eine protokollarische Beeinflussung ausgeschlossen wurde. Seitdem konnten sich die Jugendpfleger zurücklehnen und standen nur noch auf direkter Anforderung mit Rat und Tat den gewählten Jugendvertretern zur Seite. 

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Jugendpfleger Thomas Topp und Meike Nielsen halten sich nur im Hintergrund auf
 


Diese berichtete Dynamik und das selbstsichere Auftreten der Jungparlamentarier konnten in der Vergangenheit nicht nur die Kommunalpolitiker feststellen, sondern auch die eingespannte Verwaltung des Amtes, die für die Vorstandsarbeit Vor- und Nachbereitungen leisten musste.

Ebenso konnten die Bürger auf Veranstaltungen die vorhandene Durchsetzungskraft der Vorstandsmitglieder spüren, die sich einerseits auf Neujahrsempfängen mit flüssigen Vorträgen vorstellten und andererseits bei eigenen Aktionen mit sicherem Auftreten Dominanz verschafften.   

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Joben: Jerôme Retzlaff stellt den ersten Vorstand auf dem Neujahrsempfang 2010 vor

unten: Vorsitzender Christopher Lemsky auf dem Neujahrsempfang 2011 
 

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Mit neuen Ideen warteten das Jugendparlament in den vergangenen zwei Jahren auf und wurden in die gemeindliche Politik eingebunden. Unter anderem brüteten sie kurz nach ihrer Wahl über den Bebauungsplan des ehemaligen Schmidt-Lola-Geländes, um sich mit der Anordnung des Kinderspielplatzes zu befassen und über die Tauglichkeit der vorgesehenen Klettergeräten zu befinden. Hier ist erstrangig das Jugendparlament zuständig, auf dessen Rat und Vorschläge die Gemeindevertretung zu reagieren hat.

Zu diesem Zeitpunkt schlugen die Parlamentarier vor, die Badestelle am Lohmühlenteich attraktiver zu gestalten. Eine Schwimminsel auf dem See soll vor allem Kinder und Jugendliche ins Naturbad locken, um gemeinsam die Sonnentage mit Spaß und Fun zu verbringen.

Zunächst musste der Vorstand verwaltungsrechtliche Hürden meistern, um im Landschaftsschutzgebiet für einen Schwimmponton die Genehmigung zu erhalten. Darüber hinaus nahmen sie Kontakt mit der DLRG auf, die während der Badesaison auch für die Insel die Beaufsichtigung übernehmen sollten. Nach vielen Gesprächen hatten sie die Zusagen im Gepäck und mussten nur die Gemeindevertretung überzeugen, dass sie zur Anschaffung der Schwimminsel einen entsprechenden Betrag im Gemeindehaushalt hinterlegt.

Aufgrund der knappen Finanzmittel bissen die Jungparlamentarier auf Granit und erhielten aus der Gemeindekasse kein Geld. Jedoch hatten die Verantwortlichen vom Pharmaziehersteller Pohl Boskamp die gemeindliche Knauserei beobachtet und sprangen dem Jugendparlament zur Seite. Eine hohe Spende ließ die Idee der Jugendvertretung reifen und im Frühsommer 2011 konnte die Schwimminsel angeschafft und installiert werden.

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oben: Übergabe der Schwimminsel mit Meike Nielsen, Till Esken, Mäzenin Marianne Boskamp,
 Christopher Lemsky, Jürgen Kirsten und Kristin Fuchs [von links nach rechts]

unten: Erster Sprung vom Ponton durch die Parlamentarier Christopher Lemsky und Till Esken
 

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Während der Amtszeit haben die Parlamentarier ein Event ins Leben gerufen, welches es in der Art in Hohenlockstedt nicht gab: Das Water Tower Festival.

Zweimal organisierten sie rockige Livemusik in der Kartoffelhalle und ließen bekannte Bands auftreten. Mit diesen Aktionen haben die Jugendvertreter nicht nur ihre Gleichgesinnten überrascht, sondern auch viele Erwachsene begeistern können, die sonst zu anderen Veranstaltungsorten anreisen müssten, um entsprechende Events miterleben zu können.

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oben: Plakat für das zweite Festival

unten: Auftritt der Lokalmatadoren von der Band “B 206”r
 

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Insgesamt haben die Jungparlamentarier in den vergangenen zwei Jahren eine Menge geleistet und die beiden Jugendpfleger hoffen, dass auch die nächsten Vertreter das gleiche Engagement zeigen werden.

“Wichtig ist, dass am Wahltage viele Kinder und Jugendliche in die Breite Straße zum Kunsthaus M.1 strömen, um ihren Favoriten die Stimme zu geben”, meinte Thomas Topp und ergänzte, dass eine hohe Wahlbeteiligung wichtig sei. Sie werde dem neu gewählten Parlament eine hohe Legitimation geben. 

Noch ist eine Woche Zeit, um für den Wahlgang zu werben. Und im Anschluss soll eine große Wahlparty stattfinden, auf der die Band “B 206” aufspielen wird. 

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