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KD vom 28. November 2008 Einsparalternative auf dem Gabentisch zum Zugreifen
Wie auf einem Gabentisch zu Weihnachten präsentierte Bernhard Dombrowski von der Firma DimmLight aus Zerbst diese Woche in der Gaststätte “Zum Kamin” ein Hightech-Gerät, das im erheblichen Maße Energie bei der öffentlichen Straßenbeleuchtung einsparen hilft. Neugierig bewunderte Bürgermeister Bernhard Diedrichsen den patentierten Baustein, der die nächtliche Ausleuch- tung in den Straßen je nach Wunsch individuell regelt. Und das alles bis zur maximalen Stromreduzierung von 67 Prozent.
Ca. 9 Mio. Straßenleuchten erhellen allein in Deutschland täglich öffentliche Straßen, Wege und Plätze zu durchschnittlich 85 € laufende Kosten pro Lampe und Jahr. Meistens brennen die Straßenlampe in der Dunkelheit mit gleicher Intensität und Helligkeit”, begann der Diplom- Ingenieur Bernhard Dombrowski seinen Vortrag vor 20 interessierten Bürgermeistern und Gemeindevertreter aus der Umgebung und fügte hinzu, dass jede Straßenlampe im Jahr rund 85 Euro Energiekosten verschlingt.
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Stromreduzierung und Lampen werfen weniger Licht in den Raum
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“Dies könne nun geändert werden, ohne die Beleuchtung stundenweise ausschalten zu müssen”, sagte Dombrowski. Seine Firma habe ein technisches Problem gelöst, um Stromkosten zu senken. Die meistens in Gebrauch befindlichen Hochdruckentladungslampen und Leuchtstofflampen mit induktiven Vorschaltgeräten benötigen eine Betriebsspannung von mehr als 190 Volt, was das herkömmliche Stromnetz mit 220 Volt garantiert.
“Um den Stromfluss zu vermindern und die erforderliche Helligkeit zu beeinflussen, müsste die angelegte Spannung gesenkt werden, was dazu führt, dass die Lampe gar nicht mehr brennt”, so der Vertriebsleiter und verwies auf eine geniale Idee seiner Firma.
“Man habe die Taktfrequenz des Stromnetzes von normalen 50 Hertz auf das Doppelte transferiert.” Das hat zur Folge, dass der innere Widerstand von induktiven Vorschaltgeräten erhöht und somit der Stromfluss gemindert wird.
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Patentiertes Innenleben des Steuergerätes
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“Bei der gleichbleibenden Spannung von durchschnittlich 220 Volt wird die Helligkeit und somit der Energieverbrauch gesenkt”, so Bernhard Dombrowski und betonte, dass mit der Neuentwicklung den kommunalen und gewerblichen Betreibern erstmals eine Lösung für Straßenbeleuchtungen zur Verfügung gestellt werde, welche erhebliche Energieeinsparungen durch eine bedarfsgerechte Bereitstellung von Licht mit verschiedenen Helligkeitswerten ermöglicht.
“Erstmals kann nun eine Straßenbeleuchtung für die stärkste Frequentierung in der Dunkelheit geplant werden, denn mit den neuen dimmLight-Geräten kann in verkehrsärmeren Zeiten beispielsweise zwischen 00.00 und 5.00 Uhr in der Nacht die Beleuchtungsstärke wesentlich verringert werden”, so der Spezialist und wies daraufhin, dass bis zu 67 Prozent Energie eingespart werden.
Doch dann holte er alle staunenden Zuhörer auf den Boden der Tatsachen zurück, indem er vorrechnete, dass die Spitzeneinsparung nicht ständig zu halten sei. Denn die Bürger würden an frühen Winterabenden kein Verständnis haben, wenn Geschäftsstraßen nur mit diffusen Lichtquellen beleuchten werden. Entsprechend der Einwohnergewohnheiten könne das Licht zu Ladenöffnungszeiten in bester Ausleuchtung strahlen, dann bis Mitternacht reduziert und anschließend bis zum Beginn des morgendlichen Berufsverkehr auf Mondscheinqualität gemindert werden.
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Dipl.-Ing. Bernhard Dombrowski (links) erklärt Elektro-Meister Torsten Holdorf die Anwendungsmöglichkeiten für ein Pilotprojekt in der Hohenlockstedter Wasserturmsiedlung
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Die technischen Vorschaltgeräte werden in den vorhandenen Stromkästen eingebaut, die in den Ortschaften Regelkreise bilden. “In Hohenlockstedt könnte kostenlos zum Ausprobieren eine Pilotanlage installiert werden”, warb der Vertriebsleiter für die technische Erneuerung und sagte zu, dass erst nach drei Monaten Testphase eine Kaufentscheidung getroffen werden müsste. “Das Gerät und der Einbau würde sich nach wenigen Jahren amortisieren”, so Dombrowski und meinte nach einigen Jahren Erprobung keine Haltbarkeitszahlen vorlegen zu können. “Bis jetzt ist nichts kaputt gegangen und die Haltbarkeit der verwendeten Bauteile liege über elf Jahre, wobei bei diesen Elektronikteilen in der Regel längere Haltbarkeitszeiten zu beobachten sind.”
Zum Schluss der Veranstaltung waren sich alle Gäste einig, dass auf dem Gabentisch eine interessante Konsolidierungsmaßnahme zum Zugreifen befand. Näheres kann auf der Website der Herstellerfirma dimmLIGHT in Erfahrung gebracht werden: www.dimmlight.de.
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