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KD vom 3. Februar 2009
Neuer CDU-Landtagskandidat für Steinburg-Ost  gekürt
Für Martin Kayenburg dynamischen Nachfolger gefunden
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Am gestrigen Abend gab es in Hohenlockstedt auf dem CDU-Parteitag eine kleine Überraschung. In der Gaststätte “Zum Kamin” hatten fast alle Mitglieder bei der Nominierung des CDU-Direktkandidaten für die Landtagswahl 2010 mit einer Stichwahl gerechnet. Immerhin hatten sich vier Bewerber vorgestellt und um Stimmen gerungen. Nach dem ersten Wahlgang verwiesen die 170 Wahlberechtigten zwei  Kandidaten weit abgeschlagen auf die hinteren Plätze.

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Vollbesetzter Saal in der Gaststätte “Zum Kamin”


Pünktlich um 19.30 Uhr konnte der Kreisvorsitzende Hans-Jörn Arp die Sitzung eröffnen. Nach den Wahlen des Tagespräsidiums, der Stimmzähler und der weiteren Funktionsträger für die Durchführung einer parteiinternen Wahl lobte Hans-Jörn Arp seinen Parteifreund Martin Kayenburg, der bisher mehrfach den Wahlkreis Steinburg-Ost im schleswig-holsteinischen Landtag vertreten hat.

Immer hatte Martin Kayenburg bei den Landtagswahlen diesen Wahlkreis direkt gewonnen und brauchte nicht über die CDU-Landesliste nachgeschoben werden. Seine politische Laufbahn konnte Martin Kayenburg mit der Wahl zum Landtagspräsidenten krönend zum Abschluss bringen. Bis zum Ende dieser Legislaturperiode will er das Amt ausführen und sich anschließend aus der höchsten politischen Verantwortung zurückziehen. Aus Altersgründen steht er 2010 nicht mehr für den Landtag zur Verfügung, sodass die Parteimitglieder aus seinem Wahlbezirk Steinburg-Ost einen neuen Direktkandidaten/ -kandidatin finden müssen.

 

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Hans Jörn Arp erklärt das Wahlprocedere und im Hintergrund ist auf dem Podium das gewählte Tagespräsidium unter anderem mit den Hohenlockstedtern Dana Fürst und Rainer Holste


Zunächst durften sich die vier Bewerber vorstellen. Bereits letzte Woche  hatten sie zweimal  in Itzehoe und in Kellinghusen die Gelegenheit genutzt, den Parteimitgliedern zu zeigen, wer sie sind und was sie für die hiesige Region im Landtag bewegen möchten.

Auch gestern Abend schnitt der jugendlich wirkende Bürgermeister Heiner Rickers aus Oeschebüttel am besten ab. Vielversprechend erwies sich seine dargebotene Redekunst, die die Zuhörer in den Bann nahm. Dass Heiner Rickers ein Manuskript am Rednerpult hatte, konnten nur diejenigen sehen, die ganz vorne saßen. In freier Rede und stets den Blick zum Publikum gewandt stellte er sich persönlich vor und gab einen Abriss seines bisherigen  Wirkens. Immer wieder spleiste er geschickt gesellschaftspolitische und wirtschaftliche Themenkomplexe in seine biografische Vita ein, sodass sein Persönlichkeitsbild prägend hinterlassen wurde.

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Bürgermeister Heiner Rickers überzeugte viele Mitglieder


Nicht so wirkungsvoll, aber beeindruckend mit Sachthemen behaftet erschien wie in den beiden ersten Vorstellungsrunden zuvor die einzige weibliche Bewerberin Brigitte Engelbrecht. Es war anzumerken, dass sie Jahre lange Erfahrungen im Politikalltag hat. Von der Bildungspolitik über Infrastrukturmaßnahmen bis zur inneren Sicherheit bot sie die ganze Palette landespolitischer Sachthemen, die fundiert und zukunftsweisend aufbereitet waren. Doch sie wirkte nicht so souverän wie ihr Vorredner und konnte die Zuhörer nicht entscheidend mitreißen.

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Kreistagsabgeordnete Brigitte Engelbrecht überzeugte mit Sachthemen


Blass blieben die beiden anderen  Bewerber.  Bürgermeister Jürgen Heuberger aus Oelixdorf und der pensionierte Psychologe Manfred Oberländer aus Itzehoe hinterließen keinen nachhaltigen Eindruck. Dabei konnte der Bürgermeister aus Oelixdorf noch mit seinen kommunalpolitischen Erfahrungen Akzente setzen, während beim vierten Bewerber keine Glanzlichter zu erkennen waren.

Insgesamt spiegelten sich die Auftritte auch im Wahlergebnis wider. Mit der absoluten Mehrheit von 97 Stimmen konnte Heiner Rickers gleich im ersten Wahlgang durchstarten und ließ seine unmittelbare Konkurentin Brigitte Engelbrecht hinter sich, die 48 Stimmen ergattern konnte. Abgeschlagen wurden Jürgen Heuberger mit 24 Stimmen und Manfred Oberländer, der nur eine einzige Stimme bekam.

Mit großem Beifall wurde Heiner Rickers bedacht, als er die Glückwünsche von der Parteispitze entgegennahm.

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Bürgermeister Heiner Rickers und seine Mitbewerber nach der Wahl
von links: Heiner Rickers, Martin Kayenburg, Brigitte Engelbrecht, Jürger Heuberger, Manfred Oberländer und Dietrich Austermann

 

 

 

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