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KD vom 23. Januar 2009
Gauert’sche Schulmodell hat einen gewissen Charme
Ein nicht so heikles Thema ist die beschlossene Einführung des gebundenen Ganztags- unterrichts an der Wilhelm-Käber-Schule, weil noch keine Zustimmungsentscheidung des Bildungsministeriums getroffen wurde. Doch verbergen sich hinter dem CDU-Antrag und dem Beschluss des Schulträgers Hohenlockstedt aus dem Jahre 2007 gewisse Unsicherheiten bei den Eltern, die jetzt vor der Entscheidung stehen, an welcher weiterführende Schule ihr Kind angemeldet werden soll. Bis Ende März müssen sich die Eltern für ihre Kinder orientiert und entschieden haben. 

071002 Antrag CDU Ganztagsschule

CDU-Antrag auf Einführung der gebundenen Ganztagsschule mehr...


Der CDU-Antrag wurde damals mit großer Mehrheit angenommen und Lehrerschaft sowie Eltern haben sich für die Einrichtung einer gebundenen Ganztagsschule bei der Wilhelm-Käber-Schule ausgesprochen, die zusätzlich ab Schuljahr 2009/ 2010 von der Realschule mit Hauptschulteil  in die Schulform “Gemeinschaftsschule” überführt werden soll.  Eine Elternbefragung in der Grundschule ergab ein knappes Ergebnis für eine Einrichtung. Bei den Eltern der Wilhelm-Käber-Schule war eine deutliche Mehrheit zu verzeichnen, die den gebundenen Ganztagsunterricht haben möchten.

Zum  Zeitpunkt der Umfrage gab es keine Richtlinien der Landesregierung, welche Voraussetzungen vorhanden sein müssen, um den gebundenen Ganztagsunterricht einführen zu können. Während der CDU-Antrag in der Begründung davon ausging, dass mindestens an drei Wochentagen für alle Schüler der Unterricht um 16.00 Uhr endet, hatte die Schulleitung ein Konzept entwickelt, dass lediglich an zwei Wochentagen der Nachmittagsunterricht Pflicht wird. Unter diesen Voraussetzungen hatten viele dem geplanten Vorhaben zugestimmt.

090108 Konzept gebunden Ganztagsschule

Konzept Gemeinschaftsschule i9n Form der offenen/ gebundenen Ganztagsschule  mehr...


Nunmehr sind  vor wenigen Wochen vom Bildungsministerium die Richtlinien zur Einführung gebundener Ganztagsschulen herausgegeben worden. Danach wird gefordert, dass mindestens an vier Wochentagen der Nachmittagsunterricht bis 16.00 Uhr durchgeführt werden muss. Lediglich am Freitag kann der Schulunterricht um 13.00 Uhr enden.

090108 Richtlinien Ganztagsschule

Richtlinien des Ministeriums  mehr...


Während der Sitzung gab es bei der Diskussion um die Einführung der gebundenen Ganztagsschule mit den geänderten Voraussetzungen ein reges Für und Wider. Schulleiter Heiko Gauert wies daraufhin, dass er mit seinem Kollegium schwerlich den neuen geforderten Zeitrahmen abdecken könne. Außerdem haben sich zwischenzeitlich Eltern gemeldet, die ihre Kinder nicht jeden Tag am Nachmittag missen und in der Schule lassen wollen.

Heiko Gauert

Heiko Gauert

Deshalb befürwortet Heiko Gauert in seiner offenen Ganztagsschule einen freiwilligen Nachmittagsunterricht . Wenn der Schulträger eine zusätzliche Fachkraft finanziere, gebe es bei der Organisation und Durchführung keine Schwierigkeiten. Würde das Ministerium den gebundenen Nachmittagsunterricht für die Wilhelm-Käber-Schule bescheiden, wäre der Schulverband ebenfalls in der Pflicht, anteilig Kosten für Fachkräfte zu übernehmen. Dieser Aufwand könnte auch für den freiwilligen Nachmittagsunterricht aufgewendet werden, wenn die Elternumfrage ergibt, dass die gebundene Ganztagsschule in der geänderten Form abgelehnt wird.  Heiko Gauert versicherte,  dass in diesem Fall viele Eltern das zusätzliche  Angebot annehmen und ihre Kinder für den nachmittaglichen Unterricht anmelden würden. Für angemeldete Schüler wäre dann der zusätzliche Unterricht und Hausaufgabenhilfe verplichtend.

Nach Auffassung des Rektors ist es ebenfalls wünschenswert, eine freiwillige Tagesgruppe mit den Schülern einzurichten, die Lernschwierigkeiten haben. Diese Schüler werden derzeit  während der normalen Schulzeit von den beiden Sozialpädagogen begleitet und betreut. Diese  Betreuung kann mit den sozialpädagogischen Kräften auch am Nachmittag gesichert werden. 

Weil die erste Elternbefragung unter anderen Voraussetzungen durchgeführt worden war und es nicht sicher ist, ob Hohenlockstedt den gebundenen Unterricht an der Gemeinschaftsschule bekommt, stellte vom Schulverband Klauspeter Damerau (CDU) einen umfassenden Antrag. Mit diesem Antrag sollen auch die Eltern eine Entscheidungshilfe und verlässliche Sicherheit erhalten, deren Kinden aus der Grundschule entlassen werden.

Der Schulverband möge beschließen,

  • dass eine Informationsveranstaltung zur Verdeutlichung des Unterschiedes zwischen der gebundenen und offenen Ganztagsschule anhand der neuen Richtlinien für die Eltern durchgeführt wird,
  • dass anschließend eine zweite Elternumfrage zur Einführung der gebundenen Ganztagsschule stattfindet,
  • dass die Schulleitungen ein Konzept zur Einführung einer Tagesgruppe sowie zum freiwilligen Nachmittagsunterricht anhand des bestehenden Konzeptes “Gemeinschaftsschule” vorlegen und
  • dass die Wilhelm-Käber-Schule für das Schuljahr 2009/ 2010 als offene Ganztagsschule weitergeführt wird. 

Einstimmig nahm die Verbandsversammlung diesen Antrag an.

 

 

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