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KD vom 9. Mai 2008
Jürgen Klein: “...sachlich, kompetent und solide gestaltet”
Leserbrief von Friedrich Kortüm

Jürgen Klein

Jürgen Klein (SPD)

Am heutigen Abend erhielt Holotreff eine interessante Email von dem sozialdemokratischen  Gemeindevertreter und Kreistagskandidaten Jürgen Klein, der um Veröffentlichung eines Leserbriefes bat.

Sein Parteigenosse Friedrich Kortüm hat seine parteipolitischen Ansichten zum Verhältnis der Hohenlockstedter SPD zu Orts-CDU dargelegt.

Ihre Seiten in Holotreff sind nun wirklich überzeugend: Klar strukturiert, sachlich, unabhängig, solide gestaltet, kompetent recherchiert, unpolemisch, und eine Zeichen von ehrlicher, zeitlich aufwendiger redaktioneller Arbeit”, so Jürgen Klein in der Email und fügte hinzu, dass er sich freuen würde, “ wenn Sie nachstehende Artikel in Ihrer fast offiziellen Hohenlockstedt - Homepage veröffentlichen würden.”

 

 

Friedrich Kortüm:

Friedrich Kortüm

Friedrich Kortüm

Trittbrettfahrer und andere Mehrheitsbeschaffer

(Zum NR-Artikel vom 03.05.08 “CDU setzt auf das Thema Bildung”)

Der SPD-Ortsverein begrüßt die Absicht der CDU, nunmehr auf das Thema “Bildung” zu setzen (NR vom 03.05.08).

War es doch die SPD, die in Hohenlockstedt eine Sondersitzung des Amtsausschusses zugunsten der Gemeinschaftsschule durchgesetzt hat.

Die Hohenlockstedter CDU setzte zunächst auf Verzögerung und kolportierte (verbreitete das Gerücht), im Kreis Steinburg werde es fünf bis sechs Gemeinschaftsschulen geben, nicht jedoch in Hohenlockstedt (NR vom 12.05.07).

080503 NR CDU setzt auf Thema Bildung 30

Norddeutsche Rundschau vom 3.5.2008 
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Nicht ganz nach den Vorstellungen der CDU laufen die Planungen für eine Gemeinschaftsschule. Hier hat sich der Amtsausschuss zwar einmütig dafür ausgesprochen, für die Wilhelm-Käber-Schule (Hauptschule mit Realschulteil) eine Gemeinschaftsschule zu beantragen, doch dieser Weg reicht der CDU nicht. Fraktionschef Rainer Holste geht davon aus, dass es fünf bis sechs Gemeinschaftsschulen im Kreis geben, Hohenlockstedt aber nicht darunter sein wird. Begründung: Nur wenige Kilometer entfernt startet in Kellinghusen bereits zum neuen Schuljahr eine Gemeinschaftsschule. Deshalb sein Vorschlag: Parallel Gespräche mit Kellinghusen aufnehmen, um unter einem Dach eine Gemeinschaftsschule zu betreiben. Wenn Ende des Jahres eine eigene Schule für Hohenlockstedt abgelehnt wird, sei es für Gespräche zu spät, befürchtet Holste.”

Auszug Norddeutsche Rundschau vom 12.5.2007 zur Verzögerungstaktik 
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Offensichtlich gingen derartige CDU-Initiativen aufgrund der klaren Voten von Eltern- und Lehrerschaft sowie des Amtsausschusses ins Leere. War es doch die CDU, die landesweit die Regionalschule als Regelschule propagierte und mit ihr das gegliederte Schulsystem retten wollte. War es doch die Landes-CDU, die an alle Mandats- und Funktionsträger Handlungsanweisungen und Argumentationshilfen zur Verhinderung der Gemeinschaftsschule gegeben hat.

Als Erfolg ihrer Partei bezeichnet die CDU dagegen Vorhaben, die in Hohenlockstedt unstrittig waren: Erschließung des Schmidt-Lola-Geländes, Wasserturm-Sanierung und Konversion im Ortsteil “Hungriger Wolf”.

Den anderen Fraktionen wirft die CDU “Trittbrettfahrerei” vor. Mit einer gleichen Berechtigung kann man dies der CDU unterstellen. Dies gilt insbesondere für das Gewerbegebiet Hungriger Wolf. Hier hat die SPD bereits seit 2001 geschlossene Konzepte entwickelt, die nunmehr nach und nach umgesetzt werden. Und was sollen die Mitglieder der Wählervereinigung von diesem Vorwurf halten?

Erst werden sie als “Mehrheitsbeschaffer” für unsinnige Maßnahmen wie die Zerstörung der Hohenlockstedter Amtsverwaltung, den Austritt aus der Gebietsentwicklungsplanung sowie für die Verhinderung einer Kooperation mit Lohbarbek gegen entsprechende Beschlüsse der Einwohnerversammlung benutzt, um nunmehr als Trittbrettfahrer diffamiert zu werden.

Mehr als fragwürdig ist die Ankündigung der CDU, die Zusammenarbeit mit Lohbarbek zugunsten einer gemeinsamen Planung voranzutreiben (NR vom 03.05.08). Seit mehr als zwölf Jahren hat sich die SPD für eine derartige gemeinsame Bauleitplanung ausgesprochen und seit dem Jahr 2000 eigene Konzepte vorgelegt. Sämtliche Initiativen wurden durch die CDU und die Wählervereinigungen abgelehnt bzw. blockiert.

Nachdem man sich beim ersten Treffen verständigt hatte, das Thema “Jugendparlament” aufzuarbeiten, trafen sich jetzt sieben Neupolitiker mit dem CDU-Parteichef aus Hohenlockstedt.

Norddeutsche Rundschau vom 21.4.2008 
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Die demokratische Teilhabe von Kindern und Jugendlichen an der Willensbildung in der Gemeinde hat die SPD gegen die CDU seit 2001 ohne Erfolg gefordert, zuletzt mit einem Antrag am 31.10.07. Nunmehr erklärt auch die CDU, sich für ein Jugendparlament engagieren zu wollen (NR vom 21. 04.08).

Mit Freude und Genugtuung nimmt die SPD zur Kenntnis, dass die CDU endlich demokratie- und einsichtsfähig und damit in der Lage ist, SPD-Politik in Hohenlockstedt zu unterstützen. Anders als die CDU ist die SPD dagegen nicht bereit, neue CDU-Einsichten als “Trittbrettfahrerei” zu diffamieren.

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Norddeutsche Rundschau
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Allerdings muss der SPD-Ortsverein nach wie vor davon ausgehen, dass die CDU mit Hilfe der Norddeutschen Rundschau und der Reklameschrift “Hallo” ihre großen Leistungen propagieren wird, selbstverständlich mit Bild, Bürgermeister und anderen Funktionsträgern, obwohl alle Fraktionen ihren Beitrag leisten.

Friedrich Kortüm

 

Holotreff stellt für alle Leser die ungekürzte Email zum Nachlesen zur Verfügung:

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