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KD vom 5. November 2008
Change! Yes we can!
Der heutige Leserbrief zur Freigabe des Minispielfeldes für jedermann ruft  förmlich nach populären Verhältnissen, die derzeit in den Vereinigten Staaten zu beobachten sind. So, wie in der vergangenen Nacht der Afro-Amerikaner Barack Obama zum 44. Präsidenten der USA gewählt wurde, muss sich auch unsere politische Orientierung im Sinne des Ausspruches “Change, Yes we can!”  verändern.

Das gilt auch für Hohenlockstedt, wo es Schwierigkeiten gibt, das Minispielfeld im Sportzentrum der Schulanlagen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Während die CDU-Fraktion die Meinung vertritt, dass der Verbandsvorsteher Martin Hildebrandt längs gehandelt haben könnte, ließ dessen Vertreterin Kristin Fuchs in einem Leserbrief verkünden, dass eine ungeregelte Öffnung ohne Wenn und Aber nicht möglich sei. In Ruhe soll ein Konzept erarbeitet werden, in dem auch stundenweise Aufsichtspaten eingeplant werden.

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Ständige Aufsicht erforderlich?

Zu Recht hatte auf der Eröffnungsfeier der Schulverbandsvorsteher Martin Hildebrandt darauf hingewiesen, dass öffentliche Einrichtungen zunehmend zerstört werden. Gleichzeitig appellierte er in Richtung Schülerschaft, dass sie mit der vom DFB gesponserten Anlage schonend umgehen soll und dass kein Vandalismus betrieben wird. Auch ließ Martin Hildebrandt durchklingen, dass zwar die Öffentlichkeit außerhalb der schulischen und vereinsinternen Nutzungszeiten Zugang zum Minispielfeld haben soll, aber auch eine gewisse Aufsicht erforderlich wäre.

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Schulverbandsvorsteher Martin Hildebrand (SPD) spricht auf der Einweihungsfeier

Eine Beaufsichtigung des neuen Kleinfussballfeldes durch Ordnungshüter oder Möchte-Gern-Polizisten nützt wenig, wenn nicht die Ursachen von Zerstörungswut und Randale beseitigt werden. Das oftmals fehlende Unrechtsbewusstsein und die teils mangelnde Verantwortungsbereitschaft bei Jugendlichen und Heranwachsenden gilt es zu bekämpfen.

Deshalb hatte auf der Eröffnungsfeier der Gemeindevertreter Klauspeter Damerau (CDU) den Vorschlag unterbreitet, Schüler als Paten für die Anlage zu gewinnen, die die Verantwortung übernehmen können. Entweder sollten es Jugendliche von den Sportvereinen oder Schüler der älteren Jahrgangsstufe aus der Wilhelm-Käber-Schule sein, die dann eine Verpflichtung und eine Patenschaft für das öffentliche Sportgelände übernehmen könnten. Deren Gewissen soll sich zur Ehrensache entwickeln, um mit der eigenen Identifikation zur Selbstverantwortung andere in die Pflicht zu nehmen.

Ob Erwachsene diese Bindung begleiten sollen oder können, müssten die neuen Paten selbst entscheiden. Dies gilt auch für den so genannten Übungsplatz C, der für Jugendliche zusätzlich geöffnet werden soll. Diese Gedanken und Initiative gilt es zu transportieren und nicht den ausschließlichen Ruf nach Aufsichtspersonen zu verstärken.

“Change! Yes we can!”