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KD vom 14. August 2008 Trotz Meinungsstreit in der Sache einig
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Verbandsvorsteher Martin Hildebrandt (SPD) vor der Sitzung
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Zwei Welten prallten auf der Versammlung des Schulverbandes aufeinander. Einerseits waren sich die Akteure in vielen Sachfragen einig und anderseits gab es ein hartes Ringen um die vermeintlich beherrschende Übernahme von Regierungs- und Kommunalverantwortung.
Dass der Verbandsvorsteher Martin Hildebrandt (SPD) die Sitzung eher holpernd und ohne feste Zügel leitete, lag offensichtlich an den persönlichen Angriffen, denen er anfangs ausgesetzt war.
Den Christdemokraten steckte die Kompetenzniederlage bei den Wahlen zur Verbandsleitung vor drei Wochen noch zu tief in den Knochen. Mit einer fundierten Besserwisserei versuchte Udo Bujack (CDU), seinen Kontrahenten und Amtsnachfolger Martin Hildebrandt nach allen Regeln der Kunst vorzuführen und auszuzählen.
”Hier sitzt keiner auf der Anklagebank und Martin Hildebrandt steht nicht vor Gericht”, entrüstete sich Kristin Fuchs (SPD) an der linken Seite des Verbandsvorstehers und unterband die Verbalangriffe. Bürgermeister Udo Fölster sagte im gleichen Atemzuge, dass er die Demontage des Vorsitzenden nicht mitmache. Er mahnte, dass die Mitglieder im Schulverband miteinander und nicht gegeneinander arbeiten sollen.
Um die erhitzten Gemüter abzukühlen, beantragte sodann der CDU-Vorsitzende Klauspeter Damerau nach rund einer Stunde eine Sitzungsunterbrechung, um den Schlagabtausch zu beenden. Diese Pause war auch dringend nötig, damit sich alle sammeln und den vielen anstehenden Sachthemen widmen konnten.
Interessant wird die Presseberichterstattung über die Kompetenzrangelei werden, die neben Reporter Joachim Möller auch viele wissbegierige Bürgerinnen und Bürger verfolgen konnten. Selbst aus Lohbarbek waren Kommunalpolitiker gekommen, um die absehbare Auseinandersetzung zu verfolgen.
Aus den Reihen der Zuhörer meldete sich bei einer Sachanhörung die stellvertretende Schulleiterin der Gustav-Heinemann-Schule zu Wort und nahm bei den Gegenvorwürfen Udo Bujack in Schutz. ”Herr Bujack hatte während seiner Amtszeit als Verbandsvorsitzender stets das Wohl und die Interessen der hiesigen Schulen vertreten”, sagte die Schulvertreterin und ließ durchblicken, dass seitens der Schulen keine Vorwürfe über fehlende Informationen bestünden. Dies wollte das neue Führungsduo des Schulverbandes mit Martin Hildebrandt und seine Vertreterin Kristin Fuchs nach wie vor nicht gelten lassen.
Im April hätte Udo Bujack nach dem Gespräch im Bildungsministerium das Ergebnis über die zukünftige Ausrichtung des Förderzentrums allen damaligen Verbandsmitgliedern mitteilen müssen. Das hatte er unterlassen und nur die Verwaltung sowie die Schulleitungen sofort in Kenntnis gesetzt. Seinen Vertreter hatte er erst rund sechs Wochen später bei einer zufälligen Begegnung auf einem Parkplatz mitgeteilt, dass der Antrag des Schulträgers für zwei Jahre auf Eis gelegt und keine organische Verbindung zwischen Förderzentrum und Grundschule beschieden wurde.
Von der Amtsverwaltung las Peter Hölck das entsprechende Schreiben des Bildungsministeriums vor und betonte, dass sich derzeit für die hiesigen Schulen nichts ändere und dass der Schulverband keine eiligen Entscheidungen in dieser Sache zu treffen habe.
Obwohl ein Disput übrig blieb und Udo Bujack davon sprach, dass Frau Kristin Fuchs ”Gerüchte in die Welt setze, in der Öffentlichkeit darüber spreche und sich anschließend nicht öffentlich auseinandersetzen wolle”, beruhigten sich letztendlich die Streitenden.
Die Versammlung beschloss einstimmig, zunächst die Schulleitungen anzuhören. Sie sollen beraten, ob die Aussetzung des Organisationsantrages toleriert wird. Auf der nächsten Sitzung will der Schulverband erneut über die Angelegenheit sprechen.
Von den anderen Sachthemen wird gesondert berichtet.
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