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KD vom 11. Januar 2012 Horst Gülck ließ Parteifreund Udo Bujack auflaufen
Bereits auf der letzten Sitzung der Gemeindevertretung musste man fehlende Abstimmung in der CDU-Fraktion feststellen. Nachdem der christdemokratische Finanzexperte Udo Bujack nach dem Abstimmverhalten im Amtsausschuss nachgefragt hatte, musste sich sein Fraktionsvorsitzende Rainer Holste rechtfertigen, warum er auf Amtsebene für die Erhöhung der Amtsumlage gestimmt habe [siehe Bericht hier...]. Nun gab es eine eher unbeabsichtigte Retourkutsche und Horst Gülck ließ seinen Parteifreund Udo Bujack auf der gestrigen Situng des Ausschusses für Jugend, Sport und Soziales vor großer Zuhörerbeteiligung auflaufen.
“Die CDU hat eine Veränderungsliste vorgelegt”, teilte die Vorsitzende Kristin Fuchs [SPD] zu Beginn der Budgetberatungen für den Haushalt 2012 mit und bat darum, dass sich das Ausschussmitglied aus der christdemokratischen Fraktion melden möchte, wenn bei den einzelnen Unteretats der Verwaltungsvorlage Änderungen erfolgen sollen. [Vorgelegte Veränderungsliste der CDU-Fraktion hier...].
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Vorsitzende Kristin Fuchs bat die CDU bei Haushaltspositionen um Wortmeldung
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Mit an den Verhandlungstisch hatte sich Udo Bujack [CDU] gesellt, der nicht dem Sozialausschuss angehört. Als ehemaliger Vorsitzende des Finanzausschusses verfügt er über hervorragende Kenntnisse über das Haushaltswesen.
“Das kann mein Fraktionskollege besser machen”, meinte der einzige CDU-Vertreter im Gremium Horst Gülck zur Vorsitzenden Kristin Fuchs und avancierte damit Udo Bujack zum Sprecher der CDU-Fraktion. Die anderen Ausschussmitglieder hatten keine Einwände gegen diese Verfahrensweise, weil nach den gesetzlichen Bestimmungen jeder Gemeindevertreter auf jeder Ausschusssitzung das Wort ergreifen kann.
Von diesem verbrieften Recht machte Udo Bujack Gebrauch und assoziierte sich zum zehnten Gremiumsmitglied, allerdings ohne Stimmrecht.
Anhand der Veränderungsliste begründete Udo Bujack als erstes, warum die Bewirtschaftungskosten beim Heimatmuseum am Wasserturm zu hoch angesetzt seien. Ein Anstieg der Kosten um 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr 2011 sei nicht nachvollziehbar. Die Nutzer des Museums sollten nach Einsparmöglichkeiten suchen. Die Erhöhung der freiwilligen Leistung bei dieser Haushaltsstelle könne seine CDU-Fraktion nicht tragen. Um eine Reduzierung des Verwaltungsvorschlages um 500 Euro stelle er zur Abstimmung.
Hier erlitt der Finanzexperte eine herbe Niederlage. Einstimmig mit dem Votum des abstimmungsberechtigten CDU-Vertreters Horst Gülck beschloss der Sozialausschuss, dass der vorgelegte Haushaltsansatz der Verwaltung bleibe und keine Kürzung vorgenommen werde.
Ebenso musste Udo Bujack beim Vermögenshaushalt ins Leere laufen, als es wieder um das Museum am Wasserturm ging. Beantragt war die Ersatzbeschaffung der Fahnenmasten, die einen maroden Eindruck hinterlassen sollen. Hier meldete sich Udo Bujack erneut als erster, um Stellung zu nehmen.
“In Anbetracht der Haushaltslage (Höhe der Kreditaufnahme) und der Tatsache, dass es sich bei dem Museum um eine freiwillige Leistung handelt, ist ein Ersatz in 2012 nicht möglich. Daher Aufnahme in das mittelfristige Investitionsprogramm für 2013.” lautete die Begründung als Kurzform in der vorgelegten CDU-Liste, die Udo Bujack mit vielen Worten zur Lage des defizitären Gesamthaushaltes ausschmückte.
Nach vermeintlich guter Überzeugungsarbeit meldete sich von der Wählergemeinschaft “Bürger für Hohenlockstedt [BfH]” Dieter Thara, der mitteilte, dass diese Haushaltsposition gar nicht mehr zur Debatte stehe.
Als Mitglied des Vereins für Kultur und Geschichte und aus seiner Einbindung in die Vorstandsarbeit könne er berichten, dass die hölzernen Fahnenmasten nicht erneuert werden brauchen. Die Leute vom Bauhof hätten die Masten vor einiger Zeit abgenommen und begutachtet. Dabei habe man festgestellt, dass ein Anstrich mit Farbe und eine Auswechselung der Kappen ausreichen würden.
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