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KD vom 1. August 2008 Seitenwinde sind für Piloten lebensgefährlich
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Windböen am Hungrigen Wolf
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Beim Itzehoer Luftsportverein am Hungrigen Wolf ist der erste Seitenwind- Flugsimulator Europas aufgestellt worden, der den Piloten als Gefahrentrainer dienen soll. Egal, ob extreme Seitenwinde herrschen oder unerwartete Sturmböen auftauchen, alles kann unter realistischen Bedingungen beim Landeanflug geübt werden.
Seit den ersten Tagen der bemannten Luftfahrt haben alle Piloten mit Seitenwinden zu kämpfen, die eine sichere Landung erschweren. Obwohl die geübte Praxis den Piloten formt, schleichen sich oftmals bei extremen Winden und besonders bei unerwarteten Windböen Irrtümer und Fehler beim Landeanflug ein.
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Im Windschatten des Waldes leichte Brise von rechts beim Landeanflug
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Um mögliche Katastrophen beim falsch gewählten Anflugverhalten zu verhindern, hatte sich die Veranwortlichen des Itzehoer Luftsportvereins (ILV) Gedanken gemacht und sind auf Brad Whitsitt aus dem US-Bundesstaat Indiana gestoßen. Er selbst ist Elektroingenieur und begeisterter Hobby-Flieger mit über 4000 Flugstunden. Vor einiger Zeit hatte er sich mit der Materie befasst und ein Cockpit für Übungszwecke entworfen.
“Der Xwind-Seitenwind-Landungssimulator wird alles positiv verändern. Mit Xwind erlernen Sie gefahrlos und unfallfrei die Seitenwind-Landung beherrschen. Das Spüren von Seitenwinden und das koordinierte Lenken eines Flugzeuges werden in eine automatisierte Handlungsweise des Piloten übergehen”, so die Verkaufswerbung im Internet.
Der ILV will viel für die Sicherheit ihrer Piloten tun und investierte in ihr Trainingcamp am Hungrigen Wolf im hohen Maße. Man kaufte kurzer Hand von der Firma “Xwind” diesen angepriesenen Seitenwind-Landungssimulator, der erstmals in Europa in eine abgetrennte Halle des ILV aufgestellt wurde.
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Itzehoer Luftsportverein am Flugplatz Hungriger Wolf
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Ein Original-Cockpit ist auf Querschienen so montiert, dass eine besondere Hydraulik die Kanzel je nach elektronischer Einstellung nach allen Seiten hin und her bewegen kann. In Blickrichtung befindet sich auf einer großen Tafel die Landebahn, die anzufliegen gilt. Zwei Laserpunkte signalisieren den Piloten, ob der Landeanflug richtig gewählt wird und das Flugzeug nicht quer zur Landbahn positioniert ist.
Der Simulator kann programmiert werden, dass extreme Windverhältnisse das Cockpit in eine andere Richtung bringt. Nun muss der Testpilot sein Flugzeug so gegenlenken, dass die Startbahn für eine sichere Landung erreicht wird. Werden Windböen simuliert, gerät die Kanzel in eine extreme Schieflage. Hier müssen auch geübte Piloten ihr Bestes geben, um eine Punktlandung sicherzustellen.
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oben: Flugleiter Michael Franzin stellt die Elektronik beim Windsemulator ein
unten: Im bewegenden Cockpit sollen Piloten zwei Laserstrahlen auf die Landebahn projektieren
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“Dass wir diesen Seitenwindsimulator seit einigen Tagen in Betrieb genommen haben, hat sich schnell herumgesprochen”, so der Flugleiter Michael Franzin, der bei der Beschaffung verantwortlich war. Denn die ersten Anmeldungen zum Üben kommen zwischenzeitlich aus ganz Norddeutschland. Dann zeigte Michael Franzin in beeindruckender Weise, welche extremen Wetterlagen das Übungsgerät darstellen kann. Selbst routinierte Piloten werden mit “Xwind” feststellen können, dass jederzeit dazugelernt werden kann.
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Flugleiter Michael Franzin beim Training
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