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KD vom 18. Dezember 2008
Steht organisatorischer Umbau der Schulen bevor?
Bujack Schulverband 005 30-50a
Stark besucht war gestern Abend die Versammlung des Schulverbandes Hohenlockstedt. Es waren nicht nur wie gewohnt die Hausmeister und Schulleiter als Zuhörer präsent, sondern auch ein Teil des Lehrkörpers sowie der Elternschaft. Interesse bestand insbesondere für den Antrag des Verbandsmitgliedes Rainer Hennschen (IHB), der für den organisatorischen Zusammenschluss aller Schulen am Standort Hohenlockstedt plädiert.

Im Vorfeld hatte es deshalb in der Grundschule viel Aufregung gegeben. Weder die Schulleiterin Dörte Rusch-Holfort noch die Lehrerinnen waren von der Idee begeistert, die vorhandene Eigenständigkeit aufgeben zu müssen. Eine schriftliche Stellungnahme mit einer Unterschriftenliste des Kollegiums gegen eine organische Verbindung reichten die Protestierer  beim Schulverband ein, um deren Sichtweise darzustellen und die Ablehnungsgründe aufzuzählen.

„Der vorliegende Antrag auf die Zusammenlegung kommt für die Schulen etwas überraschend“, sagte Verbandsmitglied Klauspeter Damerau (CDU) und fügte hinzu, dass nicht der Schulverband die Bestimmungen im neuen Schulgesetz verabschiedet hat, sondern die Abgeordneten des Schleswig-Holsteinischen Landtages, die „damit wohl Geld sparen wollen“. 

„Dennoch müsse sich der Schulverband damit auseinandersetzen, der bereits in der Vergangenheit im Einvernehmen mit den hiesigen Schulen Anträge auf den Weg gebracht hatte“, ergänzte Damerau und erinnerte an die Beschlüsse zur Einführung der Offenen Ganztagsschule und der Gemeinschaftsschule, die die   vorhandene Realschule mit Hauptschulteil ablösen soll. Ebenso waren die Schulleitungen nach den Schulkonferenzen damit einverstanden, dass die Gustav-Heinmann-Schule als Förderschule in die Grundschule organisatorisch eingebunden wird. Doch dieses Vorhaben wurde vom Bildungsministerium im Frühjahr 2008 zunächst für zwei Jahre ausgesetzt, weil auch die Kooperation zwischen den Förderschulen in Hohenlockstedt und Kellinghusen intensiviert werden soll.

„Außerdem steht die Entscheidung noch aus, ob die Wilhelm-Käber-Schule als Gebundene Ganztagsschule eingerichtet wird“, so Damerau und merkte an, dass im Vorwege der heutigen Sitzung Gespräche stattgefunden haben, die Problematik der Zusammenlegung aller Schulen in einer nicht öffentlichen Sitzung des Schulverbandes zu behandeln. „Die zuständige Schulrätin vom Kreis Steinburg habe am 22. Januar 2009 Zeit“, untermauerte Damerau seinen Antrag, eine Sondersitzung anzuberaumen. Dazu sollen auch die Schulleitungen eingeladen werden, um deren Sachverstand abfordern zu können.

„Die Eltern müssen auch mitreden können und dürfen nicht draußen bleiben“, forderte aus den Zuhörerreihen ein Elternteil, das die Transparenz und die Mitbestimmung einforderte. Bei der einstimmigen Annahme des gestellten Antrages, eine Sondersitzung im Januar abzuhalten, wurde  der Einwand aufgenommen. Ein Vertreter des Elternbeirates soll mit zur Sitzung eingeladen werden, damit alle Interessen vertreten werden können. Die Verbandsmitglieder sagten zu, auf dieser Sondersitzung nur Informationen von kompetenter Seite einholen zu wollen. Eine Entscheidung soll nicht gefällt werden, sondern es sollen nach Vorliegen aller Argumente die Lehrer und Eltern mit in die Entscheidungsfindung eingebunden werden.

Während der Diskussion stellte der Antragseinreicher Rainer Hennschen heraus, dass auch das Bildungsministerium von sich aus den Zusammenschluss aller Schulen in Hohenlockstedt einfordert. Das Ministerium habe in einem Schreiben anlässlich der geplanten Einrichtung der Gemeinschaftsschule auf die entsprechende Bestimmung im Schulgesetz hingewiesen und wartet auf einen entsprechenden Antrag des Schulträgers.